Wie geht es weiter?

Wie geht es weiter und die Frage nach der Zukunft?

Ich weiß es einfach nicht. Es gibt Tage da bin ich voller Hoffnung. Da bin ich lebendig und denke das ich den Krebs besiegen kann, oder mit ihm glücklich Leben. Dass wir sogar Freunde werden und ich von ihm/ihr lernen kann, von meinem Lindwurm bzw. Lindwürmern. Dass wir uns zusammen raufen und gestärkt gemeinsam freudig durch die Zukunft gehen. Spaß haben und endlich tun was wir immer wollten, ohne Rücksicht auch unsere Umgebung und deren Erwartungen und Zwängen. Spaß haben, lernen, Dinge freudig entdecken und erforschen… Also endlich richtig LEBEN!

Und dann gibt Tage wie Heute. Ich weiß nicht woran es liegt, dass die Stimmung so unterschiedlich sein kann. Ich denke an die bedrohliche Amputation. Die wie ein Damoklesschwert über mir hängt. Das macht mir Angst. Ich weiß dann nicht ob ich leben oder doch lieber sterben möchte. Kann nicht schlafen und mich nicht konzentrieren. So wie heute Nacht. Ich will keine Mastektomie. Ich kann mir das nicht vorstellen. Das ist ein absoluter Alptraum für mich. Ich bekomme Panik, möchte schreien, Dinge gegen die Wand werfen. Ich weiß dann einfach nicht mehr weiter. Es fühlt sich falsch an. Ich glaube nicht das dies eine Lösung ist. Gesund werde ich dadurch ja auch nicht, zumindest nicht wirklich, denn der Tumor hat ja schon gestreut. Aber warum kann man auch nicht zwei Tumore operieren? Sie sind beide klein genug. Warum, warum, warum nicht? Versteh ich nicht.  Und verdammt woher kommt eigentlich der zweite Tumor auf einmal her. War er schon lange da? Und macht vielleicht überhaupt nichts, ist also gutartig und kann da einfach bleiben? Oder ist er dämlicher weise durch die Biopsie entstanden. (Ich weiß schon warum ich Biopsien eigentlich ablehne, & überhaupt keine Ahnung dass ich habe diese über mich ergehen lasse. ) Warum muß überhaupt operiert werden? Es gibt die Gefahr dass der Tumor verletzt wird und weiter streut. Vielleicht soll er gar nicht raus. Vielleicht gibt es ja einen Sinn dahinter warum er/sie da ist? Fragen über Fragen kreisen in meinem kopf und lassen mich nicht in Ruhe. So werde ich nicht gesunden…

Ich hoffe der Tag ändert sich noch und Morgen ist wieder einer der guten Tage! Morgen geht es wieder nach Bad Aibling. morgen Nachmittag. Davor noch zu meiner Ärztin für eine Infusion und dann noch zu einem Sonologen um ein Staging der Tumore zu machen & danach ab gen Süden zu einer weiteren IPCT. Ich hoffe sehr auf eine gute Zukunft und Zeichen wie ich dorthin komme…

Liebe Lindwürmer und Lindwürmchen…

Liebe Lindwürmer und Lindwürmchen…

Wir sollten  jetzt zusammen halten und in Gemeinschaft leben.

Es hilft Euch ja auch nix wenn mein Busen abkommt. Dann seid ihr auch weg, zumindest zum größten Teil. Dann wird da auch noch Strahlung auf den Rest drauf gehauen und das Gewebe mit Euch zerstört. Dann ist Alles kaputt, IHR und ich.

Wollt ihr das?

Wir werden jetzt gemeinsam eine Lösung finden, so dass wir ALLE zufrieden miteinander leben können.

Was braucht ihr um euch wieder in die Gemeinschaft einzureihen als gesunde, funktionierende, lebendige und sterbliche Zellen?  Ich möchte das wir alle friedlich zusammen leben können. Ihr seid doch ein Teil von mir.

Gebt mir bitte ein Zeichen was ich verstehen kann. Sagt mir was ihr braucht.

Was kann ich für Euch tun? Ich gebe Euch das gerne!

In größter Hochachtung und in Liebe

Euer Herrscher des Körpers

Der weitere Plan…

Also der weitere Plan steht. Ich werde mit meiner Insulin potenzierten Chemo weiter machen. Am 27.02.18 gehts los. Das heißt Dienstag in einer Woche, wieder in Bad Aibling. Dann mache ich noch 2 Zyklen, also 4 Infusionen insgesamt.

Alle anderen Therapien mache ich wie gehabt weiter… Antikörper, CDA, Artesunate, VitaminC, Basen, spezielle basische Ernährung, Meditation, spazieren gehen in der Natur….

Ich suche noch einen guten Sonologen, Jemand der fit im Ultraschall ist. Diese Person kann Onkologe, Radiologe oder Gynäkologe sein, egal, muß nur TOP sein. Ich suche jemanden der meine Tumore ausmessen kann und mich betreut. Also vor der nächsten Chemo misst, nach dem ersten Zyklus und nach dem Zweiten. So dass man sehen kann wie und ob die Tumore sich verändern. Also wenn Jemand Jemand gutes kennt, bitte Bescheid geben, DANKE.

Nach den beiden Zyklen sehe ich weiter, ob und welche OP es geben wird, je nachdem wie sich die Tumore entwickeln oder sich auflösen und verschwinden.

Also hoffen, beten und sich selbst finden…
Auf zur Gesundung!

 

 

 

… immer noch im Schockzustand

Nach einer schlaflosen Nacht und immer noch am ganzen Körper zitternd bin ich dann mit meiner Freundin aus Frankfurt und einem guten Freund nach Bergedorf zu einem weiteren Beratungstermin ins Krankenhaus St. Adolf Stift zu einem Onkologen, der auch plastischer Chirurg ist, mit Fachgebiet Geschlechtsumwandlungen. Eine Bekannte hatte mir den Tip gegeben, da sie sich selbst bei ihm hat operieren lassen und damit sehr zufrieden war. Mir ging es immer noch super miserable und ich war komplett überfordert und hoffnungslos. Wie ein häufchen Elend und gar nicht proaktiv wartete ich im Wartebereich. Ich hatte unglaubliche Angst.

Der Arzt wirkte sympathisch und ruhig. Er sah sich die Befunde an, stellte mir eine Menge Fragen und untersuchte mich lange per Sonographie, also Ultraschall. Er sagte er mache sich lieber ein Bild der Lage per Ultraschall selbst, da ein MRT oft mehr zeigt als wirklich da ist und deswegen oft zu früh amputiert wird. Er fragte mich wie groß der Tumor vorher war… Er untersuchte mich recht lange. Er sagte dass er nicht glaubt daß der zweite Tumor derselbe Tumor sei, sonst müßte er ja vor meiner Behandlung so groß gewesen sein dass man ihn gesehen hätte. Er sagte auch dass der andere Tumor der vor dem MRT unbekannt war vielleicht inaktiv sein könnte und schon lange da ist. Den eigentlichen Tumor raus nehmen sei kein Problem da er ja wirklich klein sei. Aber er würde mich jetzt ungern operieren da nicht klar was mit dem anderen Tumor sei. Er schlug mir vor die Therapie noch weiter zu machen und danach zu sehen wie die Lage ist, operieren kann man dann immer noch, ob Brusterhaltend oder nicht.

Er fragte mich welche Therapie ich bis jetzt gemacht habe. Er kannte die Insulin potenzierte Chemotherapie gar nicht. Ich erklärte es ihm, und was ich sonst an Therapien noch so mache. Er war interessiert und sagte, dass er nicht urteile, sondern Jeder seinen Weg finden muß und wenn es funktioniert, dann ist er gut. Und dass ich ja nicht Leitlinien konform meine Therapien mache und wie ich das Alles finanzieren würde. Da erzählte ich ihm von dem Blog, er schien das gut zu finden. Er sagte zu mir, egal was ich bis jetzt gemacht habe, ich solle damit weiter machen, es scheint ja richtig zu sein, da mein Tumor von 5x4cm auf 2x1cm geschrumpft ist. Und das sei ein wirklich guter Erfolg.

Dann komme ich nach der Therapie wieder zu diesem Arzt und lasse mich operieren, und wenn es nicht nach meinem Plan klappen sollte, dann weiß ich wenigstens dass er mir eine wunderbare neue Brust basteln wird.

Ich denke ich habe meinen Chirurgen gefunden. Ich werde Alles tun das der eigentliche Tumor weiter schrumpft bis hin zum Nichts. Ich bete dafür, dass alle Tumorzellen aus meinen Lymphen verschwinden und das der neue/alte Tumor inaktiv und gutartig ist.

 

Immer noch im Schockzustand…

Ich bin immer noch im Schockzustand. Deswegen habe ich die letzten Tage auch nicht geschrieben. Ich mußte das erstmal für mich verarbeiten und die neue Situation verstehen, einordnen, akzeptieren… Einen neuen Plan machen und dafür Wege finden diesen umzusetzen,

Am Montag hatte ich einen Termin beim Chirurgen um mein MRT zu besprechen. Eigentlich war jetzt eine Brusterhaltende OP an gedacht. Selbst dieser stand ich skeptisch gegenüber, da ich das Gefühl habe dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist bzw. jetzt eine OP nicht richtig wäre. Ok soweit funktioniert der Plan. Ich hatte schon die ganze Zeit das Gefühl dass das MRT nicht gut sein würde, also nicht so wie von mir gewünscht. Ich spürte das der Tumor noch da ist, also keine Totalremission passiert ist. Auch das es in den Lymphen noch arbeitete, also das da noch was ist, spürte ich. Ich war sehr aufgeregt und hatte eine böse Vorahnung. Der Chirurg war sehr nett, aber es wirkte auf mich so nach Routine. Er sagte kurz das meine Tumore in zwei Quadranten liegen und man deshalb nicht Brusterhaltend operieren kann. Das der Verdacht besteht das die Brustwand infiltriert ist… Ich hörte nur noch bedingt zu, ich bekam nicht mehr viel mit. Es zog mir den Boden unter den Füßen weg. Mit einer Mastektomie hatte ich nicht gerechnet. Der Arzt redete und plante und erzählte das der zweite Tumor im MRT langsamer reagiert und das es nicht klar sei was er ist und woher er kommt. Bis jetzt hatte den Niemand gesehen. Er ist auch nicht sehr groß, aber eben da und an zwei Stellen in einer Brust wird nicht Brusterhaltend operiert. Er machte mit mir ein bißchen Smalltalk und vereinbarte weitere Untersuchungstermine und meinte es wäre Zeit zu handeln. Ich hörte kaum noch was, ich lies die Termine machen für die nächsten Tage. Mein Körper pochte und glühte Innerlich, ich war wie in Trance. Und so verließ ich das Jerusalem  Krankenhaus. Selbst mein Begleiter, ein guter freund erreichte mich Mental nicht mehr und konnte Nichts für mich tun. Auch jetzt wenn ich darüber schreibe fängt mein ganzer Körper sich zu verkrampfen zu zu Stein zu werden so dass ich kaum noch tippen kann, komplette Panik.

Zuhause schnappte ich mir eine Flasche Rotwein und betrank mich. Nicht dass dies meine Laune verbesserte, aber ich wußte mir gar nicht mehr zu helfen. Ich dachte kurz an Selbstmord. Ich war komplett überfordert und Hoffnungslos. Ich dachte an die Amputation und mußte mich fast übergeben. Auch eine Bestrahlung wäre danach noch erforderlich da die Lymphknoten befallen sind. Was heißt ein Brustaufbau wäre dann auch erst in einem halben oder in einem Jahr möglich. Mir war so übel, unglaublich. Ich konnte es nicht fassen. Später kam noch ein freund vorbei, aber auch er konnte mich nicht trösten. Dann kam noch eine Freundin aus Frankfurt extra angereist um mich zu unterstützen.

Ich zittere am ganzen Körper, ich brauch ne Pause… schreibe gleich weiter…

 

Warum ich keine Mammographie möchte

Ich habe bis jetzt immer das Bildgebende Verfahren Mammographie verweigert. Es ist unangenehm, busenverachtend und schädlich. Die Strahlung hier ist 100-500 fach so groß wie beim normalen Röntgen. Der Busen wird gezogen und gequetscht, was definitiv nicht gut ist wenn man schon einen Tumor hat.

Wenn man ein Mammographie verweigert muß man dann auch sein MRT selbst bezahlen, so wie ich. Also es ist Bedingung eine Mammographie zu machen bevor man ein MRT machen lassen kann damit es die Krankenkasse bezahlt. Es ist egal ob es sinnvoll ist oder sogar schädlich, so aber sind die Regeln. Nicht dass ein MRT die Superlösung ist, aber immerhin gibt es da keine Strahlung sondern nur ein Kontrastmittel. Allerdings ist ein MRT/MRM nicht immer so genau, bzw. es gibt oft Überinterpretationen. Dadurch gibt es manchmal viel zu schnell eine OP oder sogar eine Amputation.

Kein bildgebendes Verfahren ist wirklich perfekt, aber ich finde man sollte zumindest daran interessiert im Sinne des Patienten zu handeln und das Beste und am wenigsten belastende Verfahren zur Verfügung zu stellen und nicht nach Schema F zu handeln.

Was kaum jemand weiß ist, dass es sogar eine Alternative dazu gibt, die Thermographie! Auch mir ist dieses Verfahren neu und es klingt vielversprechend.

Basisches Brot backen…

Gesundes Brot? Basisches Brot backen aus Keimlingen. Also Brot aus gekeimtem Getreide. Her­kömm­li­che Ge­trei­de­meh­le fal­len weg. Sie sind nicht ba­sisch, auch nicht dann, wenn das Ge­trei­de frisch ge­mah­len wird. Ge­keim­tes Ge­trei­de je­doch ist ba­sisch.

Kohlenhydrate vermeiden gut und schön, aber ich habe Hunger und werde nicht satt. Also her mit zumindest einem gesunden Brot.

Also dies ist mein 3. Versuch basisches Brot zu machen.

Der erste Versuch ging schief da der Teig zu flüssig war da ich zu viel Wasser mit in den Mixer gegeben habe.

Im 2. Versuch hab ich es mit Hefe probiert damit der Teig fluffiger wird und es keine Cracker werden. Das ist aber eine Zutat die da auch nicht rein sollte.

So, jetzt zum 3. Versuch. Ich habe Dinkel und Buchweizen Körner 2,5 Tage im Keimling Glas. Erst 12 Stunden eingeweicht und danach 2x Tag gespült. Kurz vorher habe ich dann noch Sonnenblumenkerne, Mandeln, Hanfsamen, Pistazien und Chiasamen ne Stunde in Wasser eingeweicht. Das Ganze dann im Mixer getan und kurz durchkneten lassen, so dass es halb Teig und halb noch Kerne Keimlinge sind. Ok, ich will das der Teig fluffig wird. also brauche ich ein Backtriebmittel. Backpulver und Hefe fallen weg. Diese sind nicht basisch, bzw. sind zu  industriell hergestellt. Gut ich denke an Natron, das ist basisch, darin bade ich manchmal. Dann brauche ich eine Säure dazu. In Rezepten finde ich dazu Essig. Essig will ich aber nicht nehmen da dieser sauer ist. Ok ich wähle die Zitrone, da diese basisch ist.  Halbes Päckchen Natron und den Saft einer halben Zitrone gebe ich  zum Teig dazu und decke die Masse mit nen Tuch ab und lasse das ganze ne halbe Stunde gehen. Ok ok ich weiß Natron und Zitrone bilden Kohlensäure was den Teig aufgehen lässt und Kohlensäure ist nicht basisch. Aber ich will den Teig locker haben und gehe diesen kleinen Kompromiss ein. Soweit so gut aber worin backe ich die Masse nun? Ahhh da hab ich noch ne Mini Haus Silikon Form. Also es gibt Mini Haus Brote 😉 Ab in den Backofen… Wie lange? Welche Temperatur? Keine Ahnung Hm Temperatur nehm ich mal 150-170 Grad. Wenn der Teig nicht mehr am Zahnstocher klebt ist es fertig.

Dunkel, fluffig, echt lecker! PS: nächste Mal gibts kein Backtriebmittel mit rein. Ist bestimmt auch lecker und dann auch rein BASISCH 😉

Die Mini Haus Brote
So sieht es von Innen aus
Mit selbst gemachter Gemüsepaste und Sprossen

Charity Flohmarkt am Samstag den 24. Februar bei Wrage

Ganz ganz liebe Kollegen, Auftraggeber und mittlerweile Freunde haben eine ganz wunderbare Aktion für mich ins Leben gerufen!!!

Also gerne dort hin gehen…

Also es ist nicht mein Flohmarkt, sondern das Team von Wrage veranstaltet diesen für mich;-).

Ihr könnt dort nicht selbst Sachen anbieten am 24.02., aber gerne Dinge die ihr nicht mehr braucht und spenden wollt bei Wrage vorher abgeben.

Ich Danke EUCH!!!

Der Tag danach… nach MRT & CT

Der Tag nach dem CT und MRT.

Ich weiß gar nicht ob hier darüber schreiben soll. Ich weiß gar nicht ob ich mich freuen soll oder heulen. 

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht.  Aber Alles nur meine Interpretation, keine Ahnung ob ich damit richtig liege. Aber ich habe Angst und bin ratlos.

Den Befund vom CT bekam ich gleich mit und dieser ist gut soweit ich das beurteilen kann. Nichts in der Lunge, zumindest nichts was nach Metastasen aussieht. Kleine Narben unter 3mm. Scheint wohl nix schlimmes zu sein. Lymphe unauffällig auf beiden Seiten. Also scheint da auch die Schwellung bzw. die Metastasen zurück gegangen zu sein. Keine Metastasen scheint es, Nirgendwo. Finde das klingt prima. Aber im Befunde lesen bin ich kein Profi.

Den MRT Befund habe ich wahrscheinlich morgen im Briefkasten. Hm. Dieser sieht meiner Meinung nach gar nicht so gut aus, hm. Der Arzt rief mich gestern Nachmittag an, da mal wieder etwas ungewöhnlich war und er Fragen hatte. Er ging davon aus das ich eine Bestrahlung hinter mir hatte. Also der Tumor ist kleiner geworden, aber es sind zwei. Also zwei Primärtumore. Beide sind miteinander verbunden. Einer geht bis zur Brustwand. Es gibt Entzündungsherde im bzw. um die Tumore herum, die kommen wohl von der Chemo. das klingt nicht gut. Und es erklärt auch die Schmerzen die ich die ganze Zeit habe. Und die Tumore sind wohl auch vielleicht nicht Brusterhaltend operabel. Und das klingt ganz und gar nicht gut.

Alles Spekulation. Muß wohl warten bis mir ein Profi alles erklärt und einen Therapie bzw. OP Vorschlag macht. Nicht schön, aber ändern kann ich es wohl momentan nicht. Montag habe ich einen Beratungstermin bei einem Chirurgen, Dr. Katzler, im Jerusalem Krankenhaus. Dann bin ich schlauer.

Mal schauen wie ich die nächsten Nächte schlafen kann…

Ganzkörper Hyperthermie kommt jetzt zum Einsatz…

    Meine erste Ganzkörperhyperthermie hatte ich heute bei Dr. med. Axel Moormann in Hamburg.

Zuerst legt man sich in das Zelt, mit dem Kopf draußen (hier links). Dann wird man verkabelt mit Sauerstoffmessung, Blutdruckmessung, EKG und Temperatursonde. Also man wird die ganze Zeit überwacht. Zu der Ganzkörperhyperthermie gibts dann auch noch einen Vitamin, Enzym & Elektrolyte Cocktail per Infusion dazu. Man wird 2 Stunden aufgeheizt. Das heißt die normale Körpertemperatur geht langsam hoch, als ob man Fieber bekommt. Bei mir gings hoch bis 39,5 Grad. Es fühlt sich an wie Sauna 2.0. Währenddessen schwitzt man (oder etwa nur ich) total viel und verliert gleich wieder alles an Wasser was man noch gerade per Strohhalm angereicht bekommen hat. Dieser Strohhalm wurde von einer sehr netten Dame geführt, die mich auch prächtig unterhalten hat und die ganze Zeit an meiner Seite über mich wachte. Nach der langen Aufwärmphase werden die Zeltseiten eingeklappt und man wird damit Wärmeverpackt damit es einen Wärmestau gibt. So verweilt man dann als kompaktes Paket noch ein Stündchen…

Danach fertig und wackelig auf den Beinen wie nach einem Fiebersturm darf man sich langsam wieder aufrichten.

Ich kann nur sagen es war heiß heiß heiß !!!

Und es war schon ziemlich anstrengend.

Und jetzt bin ich erschöpft.

Und jetzt ruh ich mich aus und lasse es wirken

und geh mit Fieber ins Bett…

Bis später!

Anne

Liebe Kyrian,
Du machst das alles ganz prima, finde ich. Und ich bewundere Dich, dass Du Deinen ganz eigenen Weg gehen alle Widerstände gehst!!! Das habe ich mich nicht getraut.
Ich kommuniziere aus der Ferne mit Deinen Stellen, dass Du diese Woche 1a positive Ergebnisse bekommst! Und ich bitte das Universum, dass Du als Belohnung für Deinen finanziellen Einsatz und das ganze Durchstehen weniger Nachwirkungen als ich hast. Das wär doch Klasse…. Vielleicht ändert sich dann durch Dich als Fallbeispiel auch etwas für andere Frauen,
Du tapfere Elfe 💜 Deine Anne

Sabine

Liebe Kirian,
du kennst mich nicht, aber ich bin gerade durch einen Post von unserem gemeinsamen Freund Julian auf deinen Blog und deine Geschichte gestossen.
Das Thema Brustkrebs ist eines was mich gerade – indirekt – selbst sehr beschäftigt, da eine sehr gute Freundin zur ungefähr gleichen Zeit wie du auch daran erkrankt ist. Dein Blog, deine offene und kreative Art damit umzugehen, und dein Mut deinen eigenen Therapieweg zu finden haben mich sehr beeindruckt und inspiriert. Meine Freundin, und auch ich, wohnen in Spanien und hier ist das Gesundheitssystem leider noch viel konservativer als in Deutschland, und alternative Therapien, schon alleine Informationen, dementsprechend noch viel schwieriger zu bekommen. Daher war es für mich gerade ganz inspirierend zu lesen wie du dich mit den Alternativen auseinandersetzt und deinen eigenen Weg gehst.
Ich wünsche dir alles Gute, und vor allem viel Kraft für all das was dir auf dem Weg zur Heilung noch begegnen wird! Alles Liebe und eine ganz dicke Umarmung aus Barcelona!
Sabine 
(Ich erwarte keine Antwort, du hast gerade viel wichtigeres zu tun! Wollte dir nur spontan etwas Energie schicken!)

Krankenkasse und andere Ärgernisse…

Meine Krankenkasse, die DAK,  ist wirklich nur zum drüber ärgern… Erst zahlt sie kaum etwas von meinen Therapien und reagiert auf keine Schreiben von mir, & es gibt noch andere Ärgernisse.

Heute war ein schrecklicher Tag. Nicht nur das mir die andauernden Schmerzen und meine fehlende Kondition zu schaffen machen. Nein, ich ärgere mich über mehr. Ich rege mich auf, laufe rot an an und mein Körper schüttet ohne ende Cortisol aus… Warum? Also erstens holen mich die alltäglichen Ärgernisse ein und ich lasse mich stressen wie vor dieser Erkrankung bzw. bevor ich davon wußte. Dann ist mir gerade eh Alles zu viel und zu anstrengend.

Dann, ja dann rufe ich jede Woche mindestens einmal oder auch zweimal meine Krankenkasse an. Ihr wisst ich kann telefonieren nicht besonders gut leiden, noch rufe ich die DAK an weil ich so gerne mit Ihnen telefoniere und sie so toll finde. Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Sie ignorieren meine Schreiben für Kostenübernahme von Therapien. Ich bin seit 21.09.2017 krank geschrieben und habe damit seit dem 02.11.2017 Anspruch auf Krankengeld, also ab der 7. Woche. Ich bin selbständig als Kamerafrau und Cutterin und bei der KSK (Künstlersozialkasse) & habe ein kleines Mini Festangestellten Verhältnis in einer Anwaltskanzlei. Habe Anspruch auf Krankengeld aus beiden Jobs. Habe jede Woche 1-2x dort angerufen und nachgefragt warum noch keine Überweisung des Krankengeldes da ist. Jedes mal bekam ich eine andere Antwort. Ich habe alle Unterlagen eingereicht, immer wieder und wieder… Habe bis letzten Freitag kein Krankengeld bekommen. Vor einer Woche bekam ich dann etwas Geld auf mein Konto, weniger als Hartz4, entsprechend dem Krankengeld für die Mini-Anstellung. Heute wieder dort angerufen, mehrfach, hartnäckig. Insgesamt damit 3 Stunden verbracht und zum Schluß in Tränen ausgebrochen… Erst wurde behauptet mein Fall liegt in der Rechtsabteilung und es dauert halt länger, bla bla bla. Dann wurde behauptet ich könne ja nicht selbständig sein und gleichzeitig angestellt. Also ich wäre dann ja wohl nicht mehr Selbständig und deshalb gibt es nur das Krankengeld aus dem festen Job. Dann wurde gesagt dass sie immer nur aus einem Arbeitsverhältnis das Krankengeld bezahlen…. Also sie haben mir nun 3 Monate immer wieder erzählt dass Alles in Ordnung sei und nur die eine oder andere Unterlage fehle und Sie natürlich aus beiden Arbeitsverhältnissen mein Krankengeld berechnen werden, aber nur mein Fall etwas komplizierter sei und es deswegen so lange dauern würde…

Also mein Krankengeld wäre ja eh schon so mickrig und ich könnte kaum davon überleben. Da ich  in der letzten mein Business etwas runter geschraubt hatte, und  ich mich neu orientieren wollte und deswegen wenig Einnahmen hatte. Tja, und selbst das will meine Krankenkasse nicht mal zahlen.

Falls Jemand nen guten Anwalt dafür kennt, bitte her damit…

Wenn ich mich weiter so aufrege werden es meine Zellen schwer haben den Weg zur Gesundung zu finden…

Meine kleine Bande...
Aber das hier erhellt gerade mein Herz. Die beiden Jungs die sich gerade noch gestritten haben liegen zusammen gekuschelt an meiner Seite…