Ich muß mal gar nix! …

& kämpfen gegen etwas schon gar nicht! Nur ich entscheide was ich tun werde!

Vor ca. ner Woche traf ich eine „ehemalige Freundin“, also vor meiner Krebsdiagnose waren wir recht gut befreundet und haben auch öfter was zusammen unternommen.Sie ist Schulmedizinerin, Neurologin um genau zu sein und arbeitet in einem Hamburger Krankenhaus. Ich mochte sie wirklich gerne.

Nach meiner Diagnose habe ich sie noch getroffen. Wir waren was meine Behandlung angeht nicht einer Meinung, was aber auch nicht wirklich wichtig ist. Ich sehe eine wirkliche Heilung nur mit ganzheitlichen Ansätzen, eben der ganze Mensch muß heilen. Meine damalige Freundin vertritt als einzige Meinung die Schulmedizinische Behandlung nach Leitlinie. So weit so gut.

Sie war auch am Abend bevor ich nach Bad Aibling bin zur IPT (Insulin potenzierte Chemotherapie) zu Besuch bei mir Zuhause, wie ein paar andere Freunde auch. Ich war froh das ich Unterstützung meiner Freunde hatte, da ich schon von meiner leiblichen Familie verstoßen wurde, da ich mich nicht der klassischen onkologischen Behandlung unterwerfen wollte. Alle wollten mir helfen egal welchen Weg ich gehen wolle, zumindest dachte ich das damals. Ja und da sah ich meine „ehemalige Freundin“ zum letzten Male bis zum jetzigen Zeitpunkt vor ca. einer Woche. Sie sagte damals noch sie werde sich täglich melden und wäre für mich da.

Ich fuhr weg, machte Therapien, lernte viel und hatte Niederlagen und Erfolge. Ja und ich lernte viel über mich, über Krankheit & Gesundheit. Und das das Gleichgewicht bevor eine schwere Krankheit ausbricht schon lange aus den Fugen geraten ist bevor der Körper dies ausdrückt da wir vorher nicht achtsam uns gegenüber waren…

Während meiner ersten Schritte und auch auf dem folgenden Weg änderte sich mein Umfeld drastisch. Viele Freunde, Familie und Bekannte verschwanden aus meinem Leben, da sie dachten ich müsse unbedingt eine klassische Behandlung machen um nicht mehr krank zu sein. Ich aber war mir sicher einen anderen Weg gehen zu wollen. Ich hatte keine Angst zu sterben. Allerdings graute mir davor langsam dahin zu siechen und viel Chemie in meinen Körper pumpen zu lassen und immer schwächer zu werden. Ich konnte mir nicht vorstellen Chemo Gifte durch einen Port (OMG was für ein Grauen so ein Teil einbauen zu lassen für mich), auch OP (ging auch gar nicht da der Primärtumor zu groß war) & Bestrahlung fühlte sich nicht richtig an. Ich wollte GANZ HEILEN und nicht nur meinen Körper.

Und deshalb beschloß ich meinen ganz eigenen Weg zur Gesundung zu finden…

Erst ein ca. halbes Jahr später bekam ich eine recht kurze Messenger Nachricht von meiner ehemaligen Arztfreundin. Sie fragte einfach nur wie es mir geht. Ganz ehrlich ich wurde erstmal richtig sauer. Sie hat auf gar keine meiner Mails, Nachrichten… reagiert in denen ich um Support gebeten hatte. Auch in meinen Blog hatte sie sich anscheinend nicht mal rein geschaut. Also Interesse Ihrerseits an mir = 0

Aber wie gesagt hat sich mein Umfeld sehr verändert und da wo die vielen Löcher entstanden von Menschen die mein Leben verlassen hatten, umso tollere Menschen lernte ich kennen. Also die freien Plätze wurden wunderlich wunderbar gefüllt! Und ich vergaß …

Ja und dann will ich zum Markt um Frisches zu besorgen und zufällig läuft mir meine ehemalige Freundin über den Weg. Nun hatten wir uns über ein Jahr nicht gesehen.

Und ich war nett, warum? Ich war stinksauer! Sie hat mich im Stich gelassen. Warum sag ich nicht einfach „FUCK OF LADY!“ und gehe einfach weiter?

Ich war freundlich zu ihr. Wir schnackten etwas. Und dann fing es an. Sie machte ordentlich Druck, ich müsse kämpfen. „Du mußt, du mußt dies und du mußt das… Es ginge darum jetzt Prioritäten zu setzen, es gehe ums Jetzt, denn später brauche ich es ja nicht mehr. Und ich muß bei der Krankenkasse für meine Rechte kämpfen… Es wäre ja mein Ding aber nur die Schulmedizin weiß was sie tut… + Wir sprachen über Statistiken und Co.

„What sie hell hat mich dazu verdonnert mich hier die ganze Zeit nur zu rechtfertigen für meine Meinung?“

Ich habe meine Meinung und stehe eigentlich auch dazu. Aber hier wurde ich ganz winzig mit Hut und verteidigte mich nur. Es ging mir immer schlechter. Es ging eigentlich nur um Kampf! Es hörte sich aus ihren Munde auch schon so an als wäre ich schon Tod bzw. würde sehr bald sterben. Sie hörte sich an wie mein Vater. Sie hat mich schon lange abgeschrieben und ich ließ das mir gerade auch noch gefallen.

Da muß ich an gefallene Engel denken, warum auch immer… Und plötzlich schmerzen meine imaginären Wunden am Rücken wo mir die Flügel amputiert wurden zu einer anderen Zeit in einer anderen Welt oder im Traum…

Ich verstehe mich einfach nicht. Warum habe ich ihr nicht die Meinung gesagt und bin dann mit erhobenen Haupt gegangen? Warum habe ich mich klein gemacht, habe mir Energie absaugen lassen und bin danach frustriert? Ich habe Tage gebraucht um dies zu verkraften und auch wieder zu Kräften zu kommen…

Noch einmal passiert mir das nicht, hoffe ich…

Vielleicht sollte ich ein bischen VOODOO machen, so zur Entspannung & alle unliebsamen Energieraubenden Wesen aus meinem Leben zu verbannen!

Hokus pokus putzleldiewutz und schwuppsrausausmeinemleben & her mit den zauberhaften wunderbaren lebenserfrischenden Energienzurliebe

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Frauenärztin 2 im September 2017

Am 21. September 2017 zwickte und zwackte es in meiner linken Brust immer noch. Also ging ich wieder zur Frauenärztin. Diesmal in eine Praxis die ich kannte. Ich machte mir keinerlei Sorgen, sondern dachte es wäre immer noch es wäre eine Entzündung verursacht durch die Katzenkralle. Die Ärztin machte einen Ultraschall und berichtete mir das Sie da etwas großes sähe, was aber erstmal nicht beängstigend war, denn es war nicht ausgefranst. Ein ca. 2-3 cm großer Knoten war auf dem Screen sichtbar. Er sah aus wie ein Embryo, also eine interessante Form. Dann untersuchte sie meine Achseln und fing an ein ernstes Gesicht zu bekommen. Frau Hörmannn sagte zu mir ich solle mal ganz tief atmen und ob ich jemanden hätte der mich gleich abholen könnte. Es sähe gar nicht gut aus. Ich fing noch an zu sagen, aber es muß doch nicht bösartig sein, es wäre doch nur ne Entzündung. Sie sagte nur durch meine sehr stark geschwollen und diffusen Lymphknoten wäre es aber sicher das dies kein harmloser Tumor sei. Meine Lymphknoten waren aber auf beiden Seiten sehr geschwollen und nicht mehr als Einzelne Lymphknoten erkennbar. Ich stand unter Schock und gleichzeitig dachte ich immer noch es sei eine Entzündung. Die Ärztin telefonierte und versuchte ganz schnell einen Biopsie und Mammographie Termin für mich zu bekommen. Und sie bekam für mich einen Termin im UKE in Hamburg einige Tage später. Irgendwie bekam ich nur noch die Hälfte mit und nahm den Termin einfach an. Es schien ja Alles jetzt ganz dringend zu sein… Ich verlies die Praxis und taumelte in Richtung einer guten Freundin von mir. Anna betüdelte mich dann den Nachmittag über und ich sagte alle weitern Termine für diesen Tag ab…

Rückblick: Sommer 2017 & die Katze die gerne auf der Schulter sitzt

Im Sommer 2017 & die Katze die gerne auf der Schulter sitzt macht auf Etwas aufmerksam… An einem Tag im Sommer 2017 bemerkte ich das das es meinem linken Busen eine Verhärtung gab und zwar Innen drin. Also kein Knoten wie man normalerweise erwartet um in Panik zu geraten dass es etwas Schlimmeres sein könnte. Also es war einfach hart im Inneren. So richtig Gedanken machte ich mir nicht darum. Es zwickte und zwackte auch manchmal etwas. Aber auch das beunruhigte mich nicht besonders. Da kurz vorher Rose, einer meiner Katzen, allzu gerne auf der Schulter rum hängt und gerne dazu meinen Busen als Treppenstufe benutzt. Einige Tage zuvor erschreckte sich die kleine Baroness beim Aufstieg zu meiner Schulter und rammte mir eine Kralle in meine linke Brust. Diese Wunde entzündete sich etwas, juckte und zwackte etwas. Also ging ich dann nach Ertastung der Verhärtung zu einer Frauenärztin mit der Vermutung das ich eine Entzündung in meiner linken Brust habe. Die Ärztin sah, untersuchte und beurteilte die Situation als harmlos und wollte mich mit einem Schmerzmittel abspeisen. Ich verlies die Praxis ohne Schmerzmittel da ich ja keine wirklichen Schmerzen hatte, sondern nur ab und zu ein Zwacken. Ich entschied mich dann erstmal mir regelmäßig etwas Schwefel gegen die Entzündung zu gönnen… Aber die Verhärtung und Schwellung blieb…

Rose die gerne auf der Schulter rum hängt…

02.10.2017 Heute ist ein spezieller Tag! Ein Jahr…

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Heute vor einem Jahr bekam ich meine Diagnose. und damit änderte sich mein Leben komplett…

Ich erahnte es schon vorher. Nach der Biopsie war es mir klar. Erstens das die Biopsie eine ganz schlechte Idee war und auch das ab jetzt mein Leben anders sein wird. Ich erahnte schon das Damoklesschwert über mir lange bevor ich den Raum der Offenbarung des Befundes betrat. Zwei Freunde waren bei mir und gaben mir Beistand.

Für die Offenbarungszeit plante das UKE ganze 15 Minuten ein. Wenige Minuten in denen mir das Ergebnis Offenbart wurde, inklusive welche Therapieplan sie bei mir laut Leitlinie anwenden wollen. Ach ja ich habe Brustkrebs, ein tripple negativ, mit Metastasen in den Lymphen, also einen von der wirklich miesen Sorte. Mitleidige Blicke trafen mich von der wirklich jungen Ärztin. Richtig gefragt wurde ich nicht was ich will bzw. für richtig halte. Dafür bekam ich sofort die Termine für den darauf folgenden Tag für die Untersuchungen. Und am übernächsten Tag sollte die erhöhte Hochdosis Chemo anfangen. Ach ja und ich solle bitte alle Termine für die nächste Zeit absagen… „Therapiezeit erste Dosis erhöhte C E Chemo Zyklus 3 Monate, direkt im Anschluss zweite Runde mit Dauer ca. 6 Monate, dann OP, dann Bestrahlung…“ Ich hörte nicht zu und verstand NICHTS, fast nichts, von dem wie ich gerade verplant wurde. Nur eines wusste ich mit Sicherheit,

DASS ICH DAS SO NICHT WILL! Punkt! Alles in meinem zierlichen Körper erstarrte und verkrampfte sich… Ich weiß wenig, gerade in diesem Moment noch weniger, aber das ist nicht meine Weg, nein!

„Ja aber dann sehen wir wenig Chancen für Sie… aber mit der Therapie die ca. ein Jahr gehen wird haben wir eine gute Überlebensrate, bla bla bla…“  (einen Tag später erfahre ich die Quoten, die liegen nach einem Jahr bei 57 Prozent Überlebensrate – Lebensqualität fragwürdig – Rückfall Quote niederschmetternd mit 75-90 Prozent -> no more comment at this moment).

Ich möchte gehen mit meinen Unterlagen und fordere diese ein. „Nein die können Sie jetzt nicht haben und Sie können sich nicht einfach ausweisen.“ Ich sage nur das ich nie eingewiesen war und es auch nicht sein werde und jetzt sofort meine Unterlagen haben möchte und gehen will. Ich muß eine Stunde auf die CD mit den Biopsie Ergebnissen und den Bericht warten und verlasse dann diese Klinik ohne Wiederkehr bis zum heutigen Tage.

Ab diesem Tage begann meine Reise zu meinen eigenen Weg zur Gesundung und zu  mir. In den nächsten 7 Wochen hatte ich über 40 Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich besuchte Ärzte, Heilpraktiker, Heiler, Chemiker, Nahrungsergänzungsmittelhersteller, Labore, Coaches,Energiearbeiter, Schamanen und viele viele mehr. Lernte viele neue Dinge und altbekanntes, über mich, die Welt und wie Alles doch zusammen hängt.
Ich bin immer noch auf dem Weg, bin neugierig ich werde sehen wo dieser hinführen mag…

Wie ein Insekt das Licht sucht um zu strahlen, suche ich meinen eigenen Weg zur Gesundung…