Home Infusion – selbst gemacht…

Heute bekomme ich meine erste “Home Infusion” und wie der Name schon sagt, ist es eine Infusion bei mir Zuhause. Also eine “DIY – do it yourself Infusion”. Gekauft und bestellt habe ich die Zutaten in der Apotheke. Und ne kurze Hospitanz in der Arztpraxis meiner Wahl gemacht. Es wird eine Infusion mit 25 Gramm Pascorbin, also eine Hochdosis Vitamin C, Anlegen wird mir diese mein Freund und Dr. Karl. Mal schauen ob er gut piksen kann, agrrr, HILFE??? Wir werden sehen. Angst vor Nadeln hatte ich schon immer. Aber es ist etwas besser in der letzten Zeit geworden. Kein wunder bei ca. 2 Infusionen pro Woche muß ich ja irgendwann mal etwas toleranter mit meiner Angst umgehen. Allleine schon um mein Umfeld mit meinem Gejammer nicht in den Wahnsinn zu treiben.

Also gut, die Infusion “ready” machen muß ich selbst sagt Karl. Soweit so gut. Ich habe Alles dafür hier. Pascorbin, Infusionslösung, Nadeln, Spritzen, Tupfer, Desinfektionsmittel, Infusionsbesteck & Butterflies in Größe 23G (Kindernadeln). 

Dann gehts jetzt los mit anmischen. 3x Pascorbin a 7,5 Gramm rein in die Infusionslösung. Infusionsbesteck dran und Flüssigkeit ab bis in den Schlauch pumpen und Luft raus. Fertig ist die Mischung! So und jetzt ist Karl an der Reihe! Auf was hab ich mich da eingelassen Hilfe!!!

Ich hänge an der Nadel, geschafft! jetzt nur noch aufpassen das keine meiner drei Katzen denkt der Schlauch an dem ich hänge sei ein neues “catch me if you can” Spiel.

Geschafft, toll und gar nicht so schwierig. Na dann bis zum nächsten Mal…!

Resümee: Spannend beim ersten Mal und irgendwie lustig. Aufwand gering. Besorgung der einzelnen Komponenten einfach. Kostenersparnis ganz ordentlich (da sonst Selbstzahler, da Krankenkasse die Infusionen nicht übernimmt).

-> So das gibts jetzt einmal die Woche

Home Infusion einfach gemacht! Das war Kurs 1. -> Aufbaukurs folgt, dann zeige ich dann wie man sich selbst den Butterfly rein rammt bzw. anlegt…

 

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Bildgebende Verfahren, MRT & CT

Soso, da versuche ich mal wieder Termine zu machen… Für ein Mamma MRT und ein Torax CT. Das CT scheint kein Problem zu sein. Es gibt genug Möglichkeiten in Hamburg für einen Termin in 2-3 Wochen. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist auch kein Problem, da es schon ein CT gibt und auch Irgendetwas, was auch immer, gefunden wurde vor 3 Monaten.

Aber für das Mamma MRT einen Termin zu bekommen scheint ein Problem zu sein und die Kostenübernahme auch, trotz Überweisung vom Dr. Nils Thoennissen aus Bad Aibling. Es gibt kaum Radiologische Orte die ein Mamma MRT in Hamburg machen. Wenn dann sind diese für die nächsten Monaten ausgebucht.

Jetzt aber zum Hauptpunkt, ich habe eine Überweisung vom Onkologen und brauche ein bildgebendes Verfahren um den Stand der Dinge zu erfahren, was heisst wie gut die Chemo gewirkt hat, in 2-3 Wochen. Also dann wenn die Chemo ihre Wirkung hauptsächlich getan hat und der Zenit überschritten ist. Aber noch nicht komplett der Abbau der Krebszellen beendet ist, und der Tumor die Chance nutzt um wieder zu wachsen oder sich weiter im Körper zu verteilen und sich neue Standorte zu suchen. Das wäre dann auch ein guter Zeitpunkt für eine OP. Nun gut, nun schön, soweit der Plan.

Also, ich bekomme viele Fragen gestellt: – Wann die letzte Mammografie gewesen wäre, ich verneine. – Wann die letzte OP, ich verneine wieder. – Wann mein letzter Zyklus gewesen wäre? bei mir entsteht ein ?, ich weiß es nicht. – Wann die letzte Chemo, ok darauf kann ich antworten, nämlich am Freitag. Hm bekomme die Antwort, das die Krankenkasse mein MRT nicht übernimmt. Warum? Weil es nicht der richtige Zeitpunkt ist, aber ich könne in 3-4 Monaten einen Termin haben, wenn wieder die Gefahr eines Rezidiv bestehe, dann geht es. Nächster Anruf, ähnliche Fragen, gleiche Antworten von mir. Ok ich könne den Termin selbst bezahlen oder ich müsse jetzt erst eine Mammographie machen lassen, danach ginge es. Nächster Anruf, nächster Anruf…

Ich fasse zusammen: Entweder ich warte 3-4 Monate dann bekomme ich das Mamma MRT von der Krankenkasse bezahlt, da dann die Gefahr besteht das der Primärtumor wieder größer wird und wahrscheinlich weiter streut hat. Oder ich lasse jetzt eine Mammographie zuerst machen. Die in diesem Moment kontraproduktiv ist, da der Busen gequetscht und gezogen wird was der Tumor bestimmt toll findet und die hohe Bestrahlung direkt nach der Chemo bestimmt auch nicht besonders gut ist, sondern den Tumor bestimmt reizt und ärgerlich macht. Also dann bekomme ich danach auch das MRT bezahlt. AHA, sehr sinnvolles Gesundheitssystem, also besser gesagt Krankheitssystem.

Ok jetzt habe ich auch gemeckert, sorry. Nachdem ich beim zweiten Male mein Unverständnis kund getan hatte am Telefon, bekam ich zum zweiten Male von einer sehr netten Dame sowas zu hören wie: “Das kann ich gut verstehen, es macht keinen Sinn, aber ich muß Sie darauf hinweisen, dass dies die Regeln und Vorschriften sind. Ich würde auch die Kosten von ca. 400-600 Euro selbst tragen wenn ich ein MRT bräuchte.” Soweit so gut, ich hatte Verständnis auf der anderen Seite des Telefons und entschloß mich nun bei dieser Dame in einer Praxis in Bergedorf einen Termin zu machen. Sie war wie gesagt ne coole Socke, und machte mir gleich beide Termine für das MRT und CT an einem Tag zum Wunschtermin und sagte sie versucht mich so ein zu buchen, das der Preis so niedrig wie möglich für mich werden wird. Also echt TOLL! Danke!
Das Bild hat nix mit dem Text zu tun, sondern dient nur zur Verschönerung 😉
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