Heute ist ein ganz besonderer Tag. Heute vor einem Jahr bekam ich meine Diagnose. und damit änderte sich mein Leben komplett…

Ich erahnte es schon vorher. Nach der Biopsie war es mir klar. Erstens das die Biopsie eine ganz schlechte Idee war und auch das ab jetzt mein Leben anders sein wird. Ich erahnte schon das Damoklesschwert über mir lange bevor ich den Raum der Offenbarung des Befundes betrat. Zwei Freunde waren bei mir und gaben mir Beistand.

Für die Offenbarungszeit plante das UKE ganze 15 Minuten ein. Wenige Minuten in denen mir das Ergebnis Offenbart wurde, inklusive welche Therapieplan sie bei mir laut Leitlinie anwenden wollen. Ach ja ich habe Brustkrebs, ein tripple negativ, mit Metastasen in den Lymphen, also einen von der wirklich miesen Sorte. Mitleidige Blicke trafen mich von der wirklich jungen Ärztin. Richtig gefragt wurde ich nicht was ich will bzw. für richtig halte. Dafür bekam ich sofort die Termine für den darauf folgenden Tag für die Untersuchungen. Und am übernächsten Tag sollte die erhöhte Hochdosis Chemo anfangen. Ach ja und ich solle bitte alle Termine für die nächste Zeit absagen… „Therapiezeit erste Dosis erhöhte C E Chemo Zyklus 3 Monate, direkt im Anschluss zweite Runde mit Dauer ca. 6 Monate, dann OP, dann Bestrahlung…“ Ich hörte nicht zu und verstand NICHTS, fast nichts, von dem wie ich gerade verplant wurde. Nur eines wusste ich mit Sicherheit,

DASS ICH DAS SO NICHT WILL! Punkt! Alles in meinem zierlichen Körper erstarrte und verkrampfte sich… Ich weiß wenig, gerade in diesem Moment noch weniger, aber das ist nicht meine Weg, nein!

„Ja aber dann sehen wir wenig Chancen für Sie… aber mit der Therapie die ca. ein Jahr gehen wird haben wir eine gute Überlebensrate, bla bla bla…“  (einen Tag später erfahre ich die Quoten, die liegen nach einem Jahr bei 57 Prozent Überlebensrate – Lebensqualität fragwürdig – Rückfall Quote niederschmetternd mit 75-90 Prozent -> no more comment at this moment).

Ich möchte gehen mit meinen Unterlagen und fordere diese ein. „Nein die können Sie jetzt nicht haben und Sie können sich nicht einfach ausweisen.“ Ich sage nur das ich nie eingewiesen war und es auch nicht sein werde und jetzt sofort meine Unterlagen haben möchte und gehen will. Ich muß eine Stunde auf die CD mit den Biopsie Ergebnissen und den Bericht warten und verlasse dann diese Klinik ohne Wiederkehr bis zum heutigen Tage.

Ab diesem Tage begann meine Reise zu meinen eigenen Weg zur Gesundung und zu  mir. In den nächsten 7 Wochen hatte ich über 40 Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich besuchte Ärzte, Heilpraktiker, Heiler, Chemiker, Nahrungsergänzungsmittelhersteller, Labore, Coaches,Energiearbeiter, Schamanen und viele viele mehr. Lernte viele neue Dinge und altbekanntes, über mich, die Welt und wie Alles doch zusammen hängt.
Ich bin immer noch auf dem Weg, bin neugierig ich werde sehen wo dieser hinführen mag…
Wie ein Insekt das Licht sucht um zu strahlen, suche ich meinen eigenen Weg zur Gesundung…

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