Auszeit im Nirgendwo…

Meine letzten beiden Tage etwas entspannen in einsamer Bucht mit Sandstrand in der Nähe von Winsen Luhe an der Elbe dachten wir zumindest.

Viel los war trotzdem! Da flog ein Hubschrauber kreisend über uns so etwa 30 Minuten nach unserer Ankunft. Es kamen plötzlich kurz später Polizisten vorbei, die Feuerwehr, die freiwillige Feuerwehr und ein Suchtrupp per Fuß und Boot. Das alles da ein Mädchen vermisst wurde. Ich hoffe sie ist wohlbehalten Zuhause wieder zurück erschienen.

Wir haben zwei nette auskunftsfreudige Angler, den Mike und Jan, kennen gelernt & und ich mehr über das Angeln gelernt…

Trotzdem war es mehr als entspannt diese wundervolle Auszeit mit Überraschungen der anderen Art, raus aus der Normalität der momentanen absurden sowie komplett verdrehten Welt auf diesem Planeten.

Zwei Tage im Paradies fühlten sich an wie eine Woche Urlaub in einer parallelen Welt…

Und heilsam ist das allemal wie wunderbar!

Nervigste Patientin ever sein, lohnt sich!

Bin wahrscheinlich die nervigste Patientin ever! Da ich nicht aufgebe und immer wieder nachfrage bis ich dann letztendlich doch das bekomme was ich will oder zumindest eine Behandlung die meinen Wünschen und Vorstellungen entspricht. Geht nicht gibts nicht! Mittlerweile kennt mich so ziemlich Jeder in der Klinik mit Namen und grüßt mich wenn ich rein schneie und durch die Gänge wandle…

Freitag Morgen gegen 9h stapfe ich in die St. Georg Klinik um mit dem Chef zu besprechen was nun eine weitere Therapiemöglichkeiten sein können für mich. Die letzten Tage waren eher frustrierend. Immer wieder bekam ich Ratschläge bis hin zu bedrohlichen Ansagen von Freunden, Bekannten und Ärzten. Meist habe ich diese gar nicht eingefordert sondern hätte eher etwas Bedüdelung und Support gebrauchen können. Aber nein oft wurden mir diese Vorschläge zur Amputation, Radio und Chemotherapie einfach aufghestülpt ohne Empathie. Das Wissen und Halbwissen kam auds denm Personen einfach raus geblubbert, befreiend für den Redner und herunterziehend sowie unter Druck setzend für mich. Nein so hilft mir das nun gar nicht. Schon schwer genug für mich schon so, gab mir das Ganze Übergriffige den Rest.

Nun gut mit ein paar neuen Ideen wie z.B. intertumorale Injektionen mit Mistel, CDL oder vielleicht sogar Botox, ja sowas könnte ich mir vorstellen. Ich gehe zur Rezeption und frage Sabine wann ich zu Dr. Dopuwes kann. Oh er ist Heute gar nicht im Hause entgegnet sie mir. Ups und jetzt? Kann ich zum Chefarzt Dr. Migeot, bei dem ich auch am DIenstag auch schon war und er zu Rate im meinem Fall gezogen wurde? „Hm der ist Heute ausgebucht da drei Neuaufnahmen, aber ich probiere es“ antwortet mir Sabine. Ich gehe erstmal runter zum ausführenden Arzt Dr. Reichel und quatsche mit ihm ob er mir nicht was Intertumorales wie Botox in den Primärtumor spritzen kann. Er erklärt mir das er seine Kompetenz nicht überschreiten möchte und der Chef mein beratender Arzt ist. Ok ich bekomme einen Hauch Botox in meinen Lymphknoten.

Ich gehe wieder hoch und Sabine kommt mir schon entgegen und mein Hyperthermietermin verschiebt sich nach hinten aber Dr. Migeot freut sich schon mich gleich zu sprechen. Er schaut sich nochmal meine Akte an und wir besoprechen Optionen. Ich klage mein Leid das mein Primärtumor zu groß für eine Thermoablasation ist, Herr Reichel keine Galvano Therapie bei mir machen will, und ich keine OP will. Fü+r eine intertumorale Therapie aber offen bin und leider der Chef Heute nicht im Haus ist… Herr Migeot nimmt sich viel Zeit und sehr emphatisch. Er schlögt mir vor einen Thermo Sensitizer mit lokaler Hyperthemie zu versuchen und fragt wann ich die nächste Hyperthermie vor habe. Ja meine Hyperthermiesitzung hat sich von Heute Morgen auf in 15 Minuten verschoben. Perfektes Timing! Er macht nochmal eine Sono und misst mehrfach nach. Oh ups mein Tumor hat sich von 2,7×1,7cm auf 2,2×1,6 verkleinert und das in vier Tagen. Wie kann das sein? Was ist passiert? Keine Ahnung ich hatte ja nur Infusionen und eine Hyperhermie Sitzung. Ein kleines Wunder? Magie? Alchemie?

Ich bekomme als Sensitizer ein Lokalanästhestikum in den Tumor gepritzt und ab gehts direkt zur Lokalen mit einem kleinen Pflaster auf der linken und etwas tauben Brust. Die Freude ist groß! Durch die spontane Schrumpfaktion meines Tumors. Wenn dieser weiter so macht kleiner wird kann nach ein paar weiteren Sitzungen lokaler Hyperthermie und dem Verstärker dann vielleicht bald doch noch eine Thermoablasation auch „heiße Nadel“ genannt der Tumor lahm gelegt werden und sich in Einzelteile zerlegen…

Thermo Sensitizer Therapie spontan Aktion… wieder was ausprobiert und dazu gelernt!

Photodynamische Tumortherapie…

Therapie mit grüner Farbe und Licht🧚🏼
Klingt doch gut oder?

Etwas experimentell in meinem Fall!
Aber wir werden sehen…


Heilen kann sehr unterschiedlich sein und die Wege dorthin auch!
Elegante und schonernde Alternative zur OP?

Vor 6 Wochen habe ich eine Woche lang die PHOTODYNAMISCHE THERAPIE ausprobiert. In Kombination mit Infusionen und lokaler Hyperthermie.

PDT -> Photodynamische Tumortherapie in Bad Aibling mit dem Weber Laser.

Jetzt bin ich wieder in der St. Georg Klinik zum check was es gebracht hat und ob die beiden Tumore geschmolzen sind. Mein Gefühl sagt mir dass sich da kaum was getan hat und wenn nur minimal. Leider bestätigt sich das bei der Ultraschall Untersuchung. Bin trotzdem recht traurig. Auch wenn ich das schon gespürt und getastet habe, hoffte ich trotzdem das er mehr als nur minimal geschmolzen wäre.

Ich Frage nach der Möglichkeit der Galvano Therapie bei mir. Der Chef Dr. Douwes sagt das wäre ne Option, aber er hätte vielleicht noch was besseres die „Radiofrequenzablation„. Aber das sollte ich mit dem Chefarzt besprechen. Also ab zu Dr. Migeot. Er untersucht mich und erklärt mir Alles über die intertumorale Hyperthermie. Leider kommt dies für mich nicht in Frage da die Tumore zu groß sind, zumindest der Primärtumor und bei der Lymphmetastase geht das nicht. Es könnte sein das dadurch ein Loch entsteht, hm schade, klang gut. Ok zurück zum Chef und ich fordere die ECT, also Galvano Therapie ein. Er telefoniert kurz mit dem ausführenden Arzt Dr. Reichelt und stellt dann einen Therapieplan mit Infusionen und lokaler Hyperthermie für den Rest der Woche auf, sowie meine neue Medikation. Ja und dann war ich bei meinem Lieblingsarzt Dr. Reichelt und er versuchte mich davon ab zu bringen die Elektrotherapie ein zu fordern. Nein das wäre nichts für mich da der Strom nicht zwischen gut und böses Gewebe unterscheidet und es sein könnte dass es Gewebe bei mir mehr schädigt als gut ist. Und dann vielleicht eine offene Wunde geben könnte oder ein Loch innerlich. Marian meint es wäre nicht so dramatisch hätte ich jetzt einen großen Busen oder eine ältere Frau wäre, aber bei mir könnte es sein dass das optische Ergebnis nicht den ästhetischen Anspruch genügen könnte. Also diese Methode wäre nichts für mich. Es macht mich etwas traurig, da ich darauf gehofft hatte und das unbedingt machen wollte. Aber Dr. Reichelt hat die Erfahrung und ist der Profi und ich halte sehr viel von ihm. Er schlägt vor den Primärtumor erstmal in Ruhe zu lassen und sich auf die Metatastase zu konzentrieren und dort etwas Botox hinein zu spritzen.

Ich bin recht niedergeschlagen von den ganzen Arztgesprächen und auch das der Primärtumor doch recht groß ist mit seinen 2,7×1,7cm. Irgendwie muss ich mich jetzt aber auf das Positive konzentrieren, auf meine Pläne und Visionen, um gesunden zu können. Ehrlich gesagt fällt mir das gerade schwer….

Treffe Lars und schnacke ein wenig mit ihm. Er hilft auch mit und supportet mich bei der Botox Injektion. Treffe dort noch ein paar nette Menschen, immer wieder schön hier zu sein. Eine Klinik mit Herz und man ist hier noch Mensch und Patient auf Augenhöhe mit den Ärzten. Eine Klinik zum wohl fühlen! Masken und Tests nur auf Wunsch und auch der restliche weltliche Geschehen ist hier kaum zu spüren! Bekomme noch bis Freitag verschiedene Infusionen und danach gehts wieder gen Norden in die Heimat mit einem Zwischenstop in München.

Eine schöne Metapher zur heutigen Zeit:

Ein ertrinkender Mann betet zu Gott und bittet um Hilfe. Es kommt ein Boot und der Mann im Boot bietet ihm Hilfe an. Der Ertrinkende dankt und sagt „Gott wird mir helfen“. Ein weiteres Boot kommt und wieder schlägt der Ertrinkende die angebotene Hilfe aus mit dem Hinweis das Gott ihm helfen würde. Dann ertrinkt der Mann. Als er vor Gott tritt fragt der Mann warum er ihm nicht geholfen habe. Gott sagt “ ich habe Dir doch 2 Boote zur Hilfe geschickt“….. Manchmal sieht die Hilfe Gottes anders aus als man sich vorstellt.

Was hat das jetzt mit unsere Situation zu tun? Ganz einfach! Wenn die Corona-Jünger, Massnahmenbfürworter, Geimpfte usw. einmal vor Gott treten und ihm die Frage stellen “ warum hast Du uns bei Corona nicht geholfen?“ wird Gott sagen “ ich habe Euch die klar Denkende geschickt, Ihr habt sie als Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger, Schwurbler und Querdenker bezeichnet und ausgegrenzt“

Wie sagt man so schön? Dumm gelaufen……

Andrea Krüger