von Hier nach Da…

Mal wieder eine kleine Reise!

Hamburg -> Regensburg -> Linz -> Nürnberg -> Aschaffenburg -> & wieder zurück nach Hause zu meiner kleinen Bande & Co…

Eigentlich sollte die Reise weiter gehen und mehr Stationen haben, halt wie in meinem altem LEBEN = total verplant! Aber diesmal hab ich die Kurve geschafft mich nicht komplett zu überlasten und einfach mal meinen Plan entschleunigt und die andere Hälfte muß dann halt bis nächstes Jahr warten…

& anstatt im Zug zu arbeiten hab ich dann einfach mal Musik gehört und vor mich hin geträumt und die Landschaft beobachtet. Der Sound von Agnes Obel ist so wundervoll verträumt und entführte mich sofort in andere Welten meiner Wahrnehmung. Es ist schon komisch da fahre ich diese Strecke mit dem Zug in den letzten zwei Jahren so oft, manchmal sogar wöchentlich, und jetzt nehme ich diese Realität außerhalb des Zuges so anders wahr. Die Landschaft verändert sich mit den Jahreszeiten ja das ist klar. Aber daran merke ich das ich mich verändert habe, denn ich nehme anders wahr und fühle sie auch ganz anders. Ja ich fühle mehr! Dinge verändern sich dauernd, alles ist im Fluss… Jedes Mal sieht die Landschaft ganz anders aus! Farben und Formen wirken stärker und sind im stetigem Wandel wie meine Wahrnehmung und Gefühle auch. Ich bin achtsamer und respektvoller, die Realität hat mehr Wert für mich. Ja ich bin glücklicher als vorher. Ja so ist es!

Ja viel ist passiert in und mich herum seit ich vor 2 Jahren die Diagnose Brustkrebs bekam. Ein Triple negativ mit nem Hauch von HER2neu, mit nem ki67 von 70% – was in meinem Fall heißt die Tumormenge verdoppelt sich in ca. einem Monat – und ab einem ki67 höher als 10% gilt es schon als kritisch. Die Diagnose Verkünder und Onkologen schauten mich immer mit einem doch sehr mitleidenden Blick an und suchten nach Worten um mich zu beruhigen. Unheilbar sollte es sein, aber Lebensverlängerung durch Chemie und Verstümmelung ist schon möglich, da hätte ich gute Chancen hieß es. Und immer wieder hörte ich „Noch vor 5 Jahren hätten wir gar nix mehr für Sie tun können aber jetzt gäbe es Möglichkeiten“. Aber in Ihren Gesichtern sah ich etwas Anderes. Ruhig war ich und mir war klar was ich nicht wollte. Keine Leitlinien Behandlung mit Aussicht dies wohl kaum zu überstehen, noch nichtmal die erste Rutsche der Chemie & Senfgas Einfuhr in meinen Körper. Ein Jahr sollte die Chemo gehen mit wöchentlicher Infusion über nen Port… Nein dieses sterben auf Raten war nicht meins. Sterben war ok für mich in dieser Zeit, aber bestimmt nicht so. Also nahm ich meine Unterlagen und mein Leben und verlies das UKE & machte mich auf die Reise…

Ja das war der Anfang meiner Reise der Veränderung!

Und jetzt zwei Jahre später bin ich anders und habe auch ein anderes Leben… Ein besseres!

Ein lecker bayrisches Bier beim Gastgeber…
& mit Katze im Bett bei meinem AirBnB in Regensburg

Die letzten Tage nur am arbeiten, nicht voran gekommen und nicht fertig geworden mit meinem Job in der Nachbearbeitung. Ja ich mag meinen neuen Job wo ich durch Deutschland reise und die Ingenieurs / technischer Architekten Job mache Technik/Möbel… auf Raststätten checke. Aber wie schon so oft gewohnt und angeeignet schiebe ich die Arbeit immer bis mehr als nur knapp vor ist zu spät um es noch fertig zu bekommen vor mir her, jaja ich sollte es besser wissen nach all diesen Jahren der Selbständigkeit. Wenn ich nicht gleich anfange dann wirds knapp. Aber Menschen die die Prokrastination als Mittel zum Zweck benutzen sollen ja kreativ sein 😉

Nicht mehr Alles geschafft und die Reise auf die Hälfte des Programmes geschrumpft, so kann es aber wieder Spaß machen!

Erst nach Regensburg, dann nach Linz zum Treffen mit MFL „Lesen im morphischen Feld“ Kollegen, dann gehts weiter zum Job nach Nürnberg und danach zu meiner Kollegin und Freundin Linda www.ichbinleben.de

Also dann los gehts…

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