Zombie Tag

Gestern war wieder Tag 3, also Zombietag.

Ich stand auf, was schwierig genug war, mit dem Gefühl 20 Kilo mehr zu wiegen und ein Stein zu sein. Konnte kaum was sehen, da meine Haut im Gesicht so angeschwollen war dass ich kaum die Augen offen halte konnte. Na ja, das kenn ich nun ja schon an Tag 3 nach der Chemo, also nix Neues. Aber ich war schlecht drauf & hatte Schmerzen, im Primärtumor und im Sekundären. Das mit den Schmerzen im sekundären Tumor ist neu. Da gibt es auch immer noch eine Schwellung, hm. Während der primäre Tumor Äußerlich gar nicht mehr zu sehen und zu ertasten ist. Auf jeden Fall die Schmerzen irritieren mich, auch wenn mein Arzt in Bad Aibling sagt, dass es normal ist, da ich recht sensitiv bin. Hm. Nun gut, ich bin einfach schlecht drauf.

Versuche trotz meines heutigen Schwergewichtes mal etwas Basel zu erkunden. Ich war ja schon öfter in Basel, aber bisher nur zum arbeiten. Nun gehe ich einfach ein wenig spazieren… Ein wenig mehr, ein paar Stunden… runde das Programm mit Mittagessen im Tibits ab. Ein vegetarisches Restaurant was ich schon kenne, wo ich schon mit meinen Auftraggebern essen war. Es ist sehr gut und nett dort, es gibt dort ein Buffet, was nach Gramm abgerechnet wird. Endlich leckeres Essen, nachdem Frühstück im Hotel. Danach gehe ich weiter spazieren, bald kenne ich ganz Basel von jeder Richtung.

Warum bin ich eigentlich in Basel? Weil mir ein befreundeter Arzt, Dr. med. Jens Wagner, einen Termin in einer Klinik in der Nähe von Basel in Arlesheim bei einem Spezialisten, Dr. Heiligtag, gemacht hat. Und ich den Termin glücklicherweise an meinen Aufenthalt in Bad Aibling anschließen konnte. So nun sitz ich hier in der Klinik Arlesheim und warte auf meinen Beratungstermin…

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Ein rohes Ei

Ups, das Ei war roh…

Hatte mich auf ein gekochtes Ei im Hotel beim Frühstück gefreut…

Man hängt sich das rohe Ei selbst ins heiße Wasser und bestimmt wie lange es kochen soll. Das muß man erstmal wissen. #schweiz #hotel #basel

Leider kann ich hier kaum was essen. Selbst im Obstsalat und Bircher Müsli ist Zucker drin. In meinem Körper jetzt nach Testversuchen leider auch…

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Anja Kleffner

Ah gut von dir zu hören! Okay dann denken wir an einander!!! Das tut mir so leid, dass Du Schmerzen hast. Aber super finde ich Deinen Mut und Deine Kraft zu Kämpfen voller Tatendrang und liebevoll sanft zugleich! Letztes Jahr habe ich ein Theaterstück gestaltet und geschrieben, das hieß: „Helden der Nacht“. Und ich fand es interessant, als Du auf Deinem Blog auch von Helden geschrieben hast… Ah okay, und dieser Spezialist, wird er dann beraten, wie es weiter geht mit anderen Behandlungen oder evtl. darüber, ob Du operiert wirst oder steht das jetzt schon fest, ob Du operiert wirst…?
Zitat: Ausschnitt aus meinem Text: (…) „Ein Held, der sich nicht verstellt. Ein stiller Held, der die Welt hält. Ein innerer Held – viel größer als alles Geld.“ (…)
Auschnitt: „Wir sind am Ende der Welt. Wieso, eine neue Ebene beginnt!…“
Umarmung! Anja
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Ein schöner Abend in München

Da hab ich mir nach der Chemo einen wunderbaren Abend mit einem bayrischen zünftigen Abendessen, es war ja „ich darf Alles essen Tag“, mit meiner Freundin Esther in München gegönnt. Danach noch zu ihr und bis in die Puppe klönen und quatschen…

Heute Morgen musste ich dann nochmal eine Ausnahme machen um unseren Brauch aufrecht zu erhalten und wir waren traditionell Weißwurst Frühstück essen im Drei Mühlen, für einen unschlagbar günstigen Preis. Sehr lecker, nur diesmal ohne Weißbier.

Jetzt sitz ich im Bus nach Zürich.

Von da aus gehts weiter nach Basel…

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Denken wird schwieriger …langsam…

Blutzucker erst 100, dann 70, jetzt 64… wow jetzt wird es warm, heiß… Blutzuckerspiegel???

44

aber es geht noch etwas mehr…

37…

Und dann die Glukose…

Das Schlimmste ist überstanden.

Und endlich kommt der Obstteller …

Geschafft!

Der letzte Zaubertrank ist in mir!

Und heute darf geschlemmt werden…

Auf nach München!

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Meine letzte Nacht in Bad Aibling

Im Hotel Bihler verbringe ich jetzt die voraussichtlich letzte Nacht in Bad Aibling.

Morgen ist meine 6. IPCT, die zweite Infusion des Dritten Zyklus.

Danach ist erstmal Schluss damit.

Einerseits besteht so eine Behandlung normalerweise aus 3 Zyklen mit je 2 Infusionen und somit kann dann meine Behandlung auch abgeschlossen sein. Anderseits entwickle ich schnell eine Resistenz auf Chemo Therapeutikas, so nach 4-6 mal. Und Bin sowieso schon gegen die meisten Chemo Medikamente resistent, alle Taxane sind völlig wirkungslos bei mir. So jetzt komm ich aber endlich zum guten Punkt… Also die Behandlung scheint gewirkt zu haben, denn der Primärtumor ist schon viel kleiner geworden yippieh…

Ich kann ihn kaum noch fühlen, auch wenn ich mich nicht so richtig traue ihn abzutasten, da es sich irgendwie verätzt und wund anfühlt. Also ich schätze dass er jetzt so auf ein Drittel runter geschrumpft ist und bestimmt eher leidend verschrumpelt zusammen gekrümmt in mir rumhängt und sich ganz dolle vor Morgen fürchtet… zu Recht…

Es geht dem Ende zu…

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Fünfuhrfünfundfünfzig, 5:55h

Es ist früh morgens, Alles ist ruhig, viele Menschen am Bahnhof und keiner spricht.

Es ist noch dunkel und ein Teil der Erde hier schläft noch.

Der Zug fährt los. Es geht zum letzten Mal (ich hoffe, ich glaube, ich denke…) nach Bad Aibling zur IPCT, die Morgen ist…

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